Mieterstrom – Chancen für die Energiewende

Mit dem Gesetz zur Förderung von Mieterstrom vom Juli 2017 sind die Weichen gestellt, damit mehr Bürger*innen als bislang an der Energiewende teilhaben und von ihr profitieren können, z.B. Mieter*innen, Bewohner*innen Eigentümer*innen. Genossenschaften und andere Akteure haben damit eine gute Grundlage, Mieterstromprojekte umsetzen.
BENG hat bereits zwei Mieterstrom-Modelle erfolgreich realisiert und ist daher sehr gut vorbereitet, weitere Projekte zu starten. Im Rahmen des KlimaGEN-Projektes haben wir die wichtigsten Daten in einem Informationsblatt übersichtlich dargestellt, wie Mieterstrom aus Bürgerhand Mieter*innen und Hauseigentümer*innen zu regionalen Vorreitern der Energiewende machen können. Sprechen Sie uns gerne an bei Fragen oder Projektideen: kontakt@beng-eg.de

Fleyer_Mieterstrom aus Bürgerhand


 

32 % erneuerbare Energien am Gesamtenergieverbrauch soll Europa bis 2030 erreichen. Der Eigenverbrauch von Ökostrom wird einfacher und günstiger.

Durchbruch in Brüssel für Bürgerenergie – Europa stärkt den Ökostrom-Eigenverbrauch

Nach zähen Verhandlungen der Durchbruch: Am frühen Morgen des 14.6.2017 stand die Zahl 32. So hoch soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch der Union in 2030 liegen. Das bisherige Ziel von 27 % gilt seit langem als nicht ausreichend zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens. Zu wenig ambitioniert, monieren die Klimaschützer. Das EU-Parlament und die meisten Staaten, darunter Frankreich, Spanien, Italien, Niederlande und Schweden, hatten sich für ein verbindliches Ziel von 35 % Erneuerbare Energien und 35 % mehr Energieeffizienz ausgesprochen.

Einen wichtigen Durchbruch für mehr Bürgerenergie haben die Unterhändler des Europäischen Parlaments, der 28 Energieminister und der EU-Kommission im sogenannten Trilog erreicht. Greenpeace EU spricht von der „rooftop revolution“.

Energie-Aktive bekommen explizit das Recht, bis zu einer Anlagengröße von 25 kWp abgabenfrei Strom zu verbrauchen und zu speichern. Zudem werden sie berechtigt, zu fairen Konditionen mit NachbarInnen Strom zu handeln.
Konkret heißt das:
Europa definiert erstmals ein konkretes Recht auf erneuerbare Eigenversorgung. Bürgerenergie-Akteure werden erstmals als das anerkannt, was sie sind: ein integraler Bestandteil des Energiesystems. In vielen Ländern Europas wird damit der erneuerbare Eigenverbrauch erstmals ermöglicht. Und auch für Deutschland bringt das Paket erhebliche Verbesserungen: Die ab 10kW Anlagengröße fällige „Sonnensteuer“ in Deutschland wird zurückgedrängt und gilt erst für Anlagen ab 25 kW. Die Tür für Bürgerstromhandel und die Entwicklungen von Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften wird aufgestoßen. Pachtmodelle für Solaranlagen werden erleichtert und ebenfalls bis 25 kWp von Abgaben befreit. Und: es gibt erstmals eine europaweite Definition von Bürgerenergiegesellschaften. Vieles wird zwar von der konkreten Umsetzung in deutsches Recht abhängen. Weitere Kämpfe mit der Energiepolitik des Bundeswirtschaftsministeriums sind erforderlich.
Aber fest steht ohne Zweifel: Die Bürgerenergie-Akteure haben zusammen einen großen Sieg für die bürgernahe Energiewende in ganz Europa errungen.

Umweltehrung 2017 Landkreis München – BENG eG

Für ihr Engagement die Energiewende voranzubringen, nach dem Motto: „weg von atomarer und fossiler Energie, hin zu einer erneuerbaren und dezentralen Energieversorgung“, erhält die Bürgerenergiegenossenschaft BENG eG die Umweltehrung des Landkreis München 2017

„Durch diese Ehrung des Landkreis München sehen wir uns in unserer genossenschaftlichen Arbeit bestärkt. Gemeinsam mit Bürger/innen möchten wir die Transformation von fossiler Energieerzeugung hin zu erneuerbaren Energien auf lokaler Ebene gestalten und etablieren.“

 

 

Foto: Medienzentrum München-Land
Foto: Medienzentrum München-Land

Für die BENG freuen sich von links: (Tibor Zigeti, Andreas Dathe, Joachim Bender, Burkhard Ulle, Landrat Christoph Göbel)


 

Die Münchnerinnen und Münchner stimmen für ein sauberes München!

Gleichzeitig zum Auftakt der COP23 in Bonn: München stimmt für JA zu „Raus aus der Steinkohle“

Die Weltklimakonferenz in Bonn dauert von 6. – 17.11.2017 und es werden 25.000 Teilnehmer aus aller Welt erwartet. Der Schwerpunkt der Klimakonferenz liegt auf der Unterstützung der am wenigsten entwickelten Länder: obwohl diese Staaten am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, tragen diese unter dem Klimawandel die Hauptlast. Dafür sollen die Entwicklungsländer zukünftig stärker finanziell gefördert werden: Die Bundesregierung kündigte an, Entwicklungsländern mit weiteren 100 Millionen Euro bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen.

Während die COP23 auf globaler Ebene die Klimaschutzziele verfolgt, wurde bereits am 5.11. auf lokaler Ebene in München ein Zeichen für den Klimaschutz gesetzt: München hat mit einer 60 prozentigen Mehrheit für ein JA für den vorzeitigen Steinkohleausstieg 2022 abgestimmt. Dies ist ein starkes Signal seitens der Münchner – nicht nur für München, sondern für ganz Deutschland. Damit wurde ein bedeutender und positiver Beitrag zur bundesweiten Realisierung der Agenda 2020 und der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) erreicht. Nun liegt es an anderen Städten und Bundesländern und vor allem der neuen Bundesregierung, dem guten Beispiel Münchens zu folgen.

(Weitere Informationen unter: https://www.raus-aus-der-steinkohle.de )

Als BENG eG haben wir die Kampagne „Raus aus der Steinkohle“ unterstützt. Auch sehen wir uns bestärkt in unseren Zielen und Aktivitäten für eine bezahlbare, demokratische und dezentrale Energieversorgung ohne fossile Energieträger und Kernenergie.


 

Inbetriebnahme Mieterstromanlage, Caramanicostraße in Kirchheim b. München

Die als Mieterstromanlage realisierte Photovoltaikanlage ist am 27.10.2017 in Betrieb genommen worden. Die Mieter des Gebäudes können in zweifacher Hinsicht profitieren.

• Sie können Mieterstromkunde bei Polarstern mit einer preiswerten, dezentralen und erneuerbaren Energieversorgung werden. Sie sparen Stromkosten und werden unabhängiger von steigenden Strompreisen.
• Sie können sich an der PV-Anlage auf dem Dach des Gebäudes beteiligen und erhalten daraus eine Verzinsung für eine ökologische Geldanlage.
In Kürze werden wir Sie über die konkreten Schritte einer Beteiligungsmöglichkeit informieren.

Ja – raus aus der Steinkohle

JA zum Klimaschutz

JA zu „Raus aus der Steinkohle“

JA zu einem nachhaltigen und fairen München

  

  • Das Steinkohlekraftwerk ist der Klimakiller Nr. 1 in München, wobei hochgiftiges Quecksilber freigesetzt wird.
  • Die Münchnerinnen und Münchner haben die Möglichkeit, beim Bürgerentscheid am 5.11.2017 sich konkret für ein nachhaltiges und gesundes München zu engagieren.

München hat die Musterresolution „2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ des Deutschen Städtetags und des Rats der Gemeinden und Regionen Europas unterzeichnet.

Darin verpflichtet sich die Stadt München, „ihre Möglichkeiten nutzen, sich für nachhaltige Entwicklung konkret zu engagieren und eigene Maßnahmen nach innen und außen sichtbarer zu machen. Sie wird dies in einem breiten Bündnis gemeinsam mit den lokalen Akteuren und den Bürgerinnen und Bürgern vorantreiben“.

Die Münchnerinnen und Münchner haben nun kurz vor der Klimakonferenz in Bonn die Möglichkeit, sich konkret für ein nachhaltiges und klimafreundlicheres München zu engagieren. Beim Bürgerentscheid „Raus aus der Steinkohle – Ja zum Klimaschutz“ am 5.11.2017 wird abgestimmt.

Warum raus aus der Steinkohle?

Wegen Klimaschutz: Das Steinkohlekraftwerk ist der Klimakiller Nr. 1 in München. Es emittiert 17% der CO₂-Emissionen Münchens und damit mehr als alle Autos und LKWs in München zusammen.

Wegen unserer Gesundheit: bei der Steinkohleverbrennung wird hochgiftiges Quecksilber freigesetzt, das von Mensch und Tier aufgenommen wird.

Wegen der Umweltzerstörung und Ungerechtigkeit: Der Steinkohleabbau verursacht weltweit massive Naturzerstörung und Menschrechtsverletzungen. Die importierte Kohle wird einmal um den halben Globus aus USA und Russland antransportiert, um hier unnötigerweise verbrannt zu werden.

Und es gibt bereits mit Geothermie und dezentralen erneuerbaren Energielösungen genügend Alternativen! Ein kluger Umbau hin zu einer erneuerbaren Energieversorgung ermöglicht auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kohleindustrie eine progressive Unterstützung und eine faire Chance, sich u.a. mit Hilfe erneuerbarer Energien neu zu orientieren. Somit kann auch ihre Zukunft langfristig gesichert werden.

Bitte stimmen Sie am 5.11. ab – für ein sauberes, gesundes und nachhaltiges München!

Hier finden Sie weitere Informationen: https://www.raus-aus-der-steinkohle.de/


 

bavariastrom

g´radaus bayrisch. unabhängig. regional.

Gemeinsam pack mer´s. Bayerische Bürgerinnen und Bürger nehmen die Energieversorgung selbst in die Hand! Der Strom von bavariastrom stammt direkt aus Bürgerkraftwerken in der Region. So wird der regionale Ausbau neuer Kraftwerke gefördert. Als Kooperationspartner von bavariastrom treibt die BENG eG die dezentrale Energiewende weiter voran. Als Stromkunde können Sie reinsten bayerischen Ökostrom aus 25% Wind und Sonne sowie 75% Wasserkraft – mit Herkunftsnachweisen und TÜV-Zertifikat – beziehen. Mehr Informationen finden Sie unter www.bavariastrom.de und gerne können Sie uns direkt ansprechen.

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