FAQ

Hier einige generelle Fragen und Antworten zu der Art der Beteiligung an unserer Genossenschaft und den (zukünftigen) Anlagen (die Liste wird regelmäßig erweitert):

Wie kann ich Mitglied der Genossenschaft werden?
Zum Beitritt benutzen Sie bitte den Mitgliedsantrag, den Sie auf der Seite „Aktuelles“ finden. Bitte beachten bzgl. der Anzahl der Geschäfsanteile die Erläuterungen weiter unten, die den Unterschied zwischen Geschäftsanteilen und nachrangigen Darlehen bzgl. der Ausschüttung erläutern.

Was kostet die Beteiligung an der Genossenschaft?
Ein Geschäftsanteil – so heißt die Beteiligung and der Genossenschaft kostet 100 Euro. Man kann einen oder mehrere Anteile erwerben. In jedem Fall hat man genau eine Stimme in der Generalversammlung.

Können auch Minderjährige Mitglieder der Genossenschaft werden?
Ja, auch das ist möglich – wenn das Einverständnis der Erziehungsberechtigten vorliegt.

Wie werden die Anlagen finanziert?
Neben den Genossenschaftsanteilen werden die Anlagen über Bankkredite und Darlehen finanziert, die die Mitglieder der Genossenschaft geben. Diese Darlehen sind auf die jeweilige Anlage bezogen und werden je nach Ertrag unterschiedlich hoch verzinst. Sie sind also direkt am Erfolg der Anlage beteiligt – in sonnigen Jahren gibt es mehr, in nicht so sonnigen etwas weniger Zinsen.

Wie funktioniert das mit den Darlehen an die Genossenschaft?
Bei den Darlehen an die Genossenschaft handelt es sich um sogenannte nachrangige Darlehen ohne Sicherheiten, das heißt wenn die Genossenschaft insolvent werden sollte, hätten die Banken aufgrund ihrer Darlehen und Sicherheiten den Vorzug gegenüber den Mitgliedern der Genossenschaft, die nachrangige Darlehen vergeben haben. Diese Form der Finanzierung wird ist bei Genossenschaften mittlerweile üblich und bietet einige Vorteile. Das Darlehen ist anlagenbezogen und wird gemäß dem Ertrag der Anlage verzinst. Die Zinsstaffeln für die Anlagen werden nach einer sorgfältigen Kalkulation des jeweiligen Projekts den Interessenten mitgeteilt und sind Bestandteil des Darlehensvertrages. Die Darlehen werden planmässig vom 11. bis 21. Jahr getilgt und erhalten während der ersten 10 Jahre somit die Verzinsung auf den vollen Darlehensbetrag. In dieser Zeit werden zunächst die Bankkredite getilgt.

Können sich nur die Bürger der Gemeinde beteiligen, in der die Anlage gebaut wird?
Wir verfolgen das „Kirchturmprinzip“, das heisst, dass sich zunächst die Bürger der Gemeinde an der Anlage beteiligen können, in der die Anlage errichtet wird. Wenn das dort bereitgestellte Kapital nicht ausreicht, können die Bürger weiterer Gemeinden hinzugezogen werden.

Wenn viel Eigenkapital zusammenkommt – brauchen wir dann überhaupt noch einen Kredit von der Bank?
Ein Kredit von der Bank ist derzeit zu recht günstigen Zinsen zu erhalten und die Verwendung von Fremdkapital (Bankkredit) steigert die Eigenkapitalverzinsung der Mitglieder. Am besten lässt sich das mit einem Beispiel erklären: wenn eine Anlage 1000 Euro kostet und jährlich 25 Euro Gewinn abwirft, macht das – wenn wir sie ohne Bankkredit finanzieren – eine Rendite von 2,5%. Wenn wir uns aber 500 Euro bei der Bank leihen und dafür nur 2% Zinsen jährlich zahlen müssen, müssen wir von den 25 Euro Gewinn jährlich zwar 10 Euro der Bank abgeben (2% Zinsen auf 500 Euro), bekommen selber aber 15 Euro für einen Eigenkapitaleinsatz von 500 Euro, was einer Rendite von 3% entspricht! Wir haben also durch die Aufnahme eines günstigen Bankkredits die Eigenkapitalrendite um 0,5% gesteigert. Diese „Hebelwirkung“ wird auch als „Leverage-Effekt“ bezeichnet. Natürlich lässt sich das Spiel nicht beliebig betreiben, ohne Eigenkapital gibt uns die Bank auch keinen Kredit.

Bleibt es bei den bisherigen Anlagen in Aschheim und Kirchheim-Heimstetten? Falls nein, werden weitere Anlagen ausschliesslich in diesen beiden Gemeinden errichtet?
Ziel der Genossenschaft ist es, zur Energiewende beizutragen, indem wir Anlagen errichten, die Energie aus erneuerbaren Quellen gewinnen. Daher errichten wir natürlich gerne weitere Anlagen in Aschheim, Kirchheim-Heimstetten aber auch in anderen Gemeinden.

Bin ich dann als Mitglied der Genossenschaft auch an den anderen Anlagen beteiligt?
Über Ihre(n) Geschäftsanteil(e) sind sie an allen Anlagen der Genossenschaft und deren Erfolg beteiligt. Das Darlehen an die Genossenschaft wird dagegen gemäß dem Erfolg der konkreten Anlage verzinst.

Ist das ein Vorteil oder ein Nachteil?
Es ist auf jeden Fall eine Risikostreuung: wenn eine Anlage nicht so gut läuft, kann das durch die Erträge einer anderen Anlage ausgeglichen werden. Seit der Einführung der festen Quote zwischen Geschäftsanteilen und Nachrang-Darlehenshöhe (in Kirchheim-Heimstetten 1:9) ist der Geschäftsanteil ja auch der kleinere Teil Ihrer Beteiligung. Der  größere Teil hängt direkt am Erfolg der Anlage vor Ort.

Was sollte ich noch über Geschäftsanteile und Darlehen wissen?
– Geschäftsanteile beteiligen Sie an allen Anlagen der Genossenschaft – Sie erreichen also eine Risikostreuung. Weiterhin sind Sie über Ihre Geschäftsanteile auch noch an den Erträgen der Anlagen beteiligt, wenn die Darlehen nach dem 20. Jahr bereits getilgt sind. Was die Ausschüttung auf Geschäftsanteile betrifft, kann diese nach Auskunft unserer Steuerberater erst erfolgen, wenn die Genossenschaft Gewinne erwirtschaftet und eventuelle Verlustvorträge aufgeholt hat. Ausschüttungen auf die Geschäftsanteile werden jährlich in der Generalversammlung beschlossen, wobei wieder jedes Mitglied eine Stimme besitzt.
– die Darlehen haben dagegen den konkreten Bezug zur Anlage und werden mit regelmässigen Ausschüttungen bedacht. Die Tilgung erfolgt ab dem 11. Jahr und ist planmässig mit dem 20. Jahr abgeschlossen.

Lohnt sich das überhaupt? Ergibt das ökonomisch und ökologisch Sinn? Wie groß ist das Risiko?
Es lohnt sich: für die Umwelt und auch finanziell: durch das Erneuerbare Energien-Gesetz ist für die nächsten 20 Jahre garantiert, wie viel wir pro eingespeister kWh Strom erhalten (ab 2014 für 90% des eingespeisten Stroms). Der Anlagenpreis bewegt sich auf einem Niveau, zu dem wir auch Teile des Stroms direkt vor Ort verbrauchen lassen können – ohne also das Netz zu belasten. Wenn die Sonne weiter so scheint wie in den letzten Jahren sind also die Einnahmen gut planbar. Die Rendite der Anlage bewegt sich über die Laufzeit von 20 Jahren in einem attraktiven Bereich, wenn die Anlage danach noch weiterläuft (was zu erwarten ist) kommt noch ein bisschen dazu. Es handelt sich allerdings um eine langfristige unternehmerische Beteiligung – sollte die Genossenschaft in finanzielle Schwierigkeiten geraten, sind Ihre Geschäftsanteile und Darlehen ebenfalls betroffen.

Natürlich werden die Renditen durch die von der Politik vorgegebenen Rahmenbedingungen begrenzt und sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Wir prüfen daher weitere Geschäftsmodelle, um weiterhin rentabel Anlagen bauen zu können, die erneuerbare Energien bereitstellen.

Ökologisch ist die Sache auch sinnvoll: es wird Strom aber kein CO2 erzeugt, die Energie, die zum Bau der Anlage und Komponenten benötigt wird ist innerhalb 1-2 Jahren wieder hereingeholt.

Wie sieht es mit der Haftung der Genossenschaftsmitglieder aus?
Es ist in der Satzung geregelt, dass keine Nachschusspflicht für die Mitglieder besteht, d.h. falls es wider Erwarten zu finanziellen Engpässen in der Genossenschaft kommen sollte, haften die Mitglieder „nur“ mit den investierten Geschäftsanteilen.

Ist eine nebenberufliche Tätigkeit des Vorstands bei dieser Größenordnung realistisch und machbar?
Der Vorstand ist bisher nebenberuflich und teilweise ehrenamtlich – aber dennoch professionell – tätig. Mittelfristig wird es voraussichtlich notwendig werden, einen größeren Anteil dieser Arbeit zu vergüten. Dabei ist es Ziel der Genossenschaft immer effizient, professionell und kostensparend zu agieren, um die Rendite der Mitglieder zu optimieren.

Wie erfahre ich, welchen Ertrag die Anlage erwirtschaftet?
Die Stromerzeugung der Anlagen wird auf dem Portal des Wechselrichterlieferanten SMA angezeigt, auf die wir über unsere Seite „Aktuelles“ verlinken.

Was ist, wenn ich noch weitere Fragen habe?
Dann beantworten wir Ihnen diese Fragen gerne. Bitte stellen Sie uns Ihre Fragen bevorzugt per E-Mail (kontakt@beng-eg.de) oder per Telefon (bitte auf den Anrufbeantworter sprechen – wir rufen baldmöglichst zurück).