
Mit dem Spatenstich am 23. Februar 2026 beginnt offiziell die Bauphase des Bürgerwindprojekts im Forstenrieder Park. Zunächst werden bestehende Forstwege ausgebaut und ertüchtigt, anschließend starten die Fundamentarbeiten für die Windenergieanlagen.
Der Windpark mit insgesamt sechs Anlagen soll künftig rund 33 Megawatt Leistung liefern und bilanziell etwa 20.000 Haushalte mit Strom versorgen. Damit leistet das Projekt einen bedeutenden Beitrag zur regionalen Energieversorgung und zum Klimaschutz im Süden Münchens.
Getragen wird das Vorhaben von den Gemeinden Baierbrunn, Neuried, Pullach und Schäftlarn. Vier der Anlagen befinden sich vollständig in Bürgerhand – über die beteiligten Kommunen sowie die Energiegenossenschaften BENG eG und Energie-Genossenschaft Fünfseenland eG. Zwei weitere Anlagen gehören der Innovative Energie Pullach (IEP), einer hundertprozentigen Tochter der Gemeinde Pullach. Der erzeugte Windstrom wird unter anderem direkt für den Betrieb der kommunalen Geothermieanlagen genutzt.
Die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden betonen insbesondere die regionale Zusammenarbeit, die finanzielle Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und die lokale Wertschöpfung. Ziel sei es, Abhängigkeiten von fossilen Energieträgern zu reduzieren und mehr Energie direkt vor Ort zu erzeugen.
Auch Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger sieht in dem Projekt ein Vorbild für eine bürgernahe Energiewende: regional organisiert, kommunal getragen und ohne externe Investoren.
Der Netzanschluss des Windparks ist für Ende 2026 geplant. Ab 2027 sollen Kommunen und Bürgerinnen und Bürger unmittelbar vom lokal erzeugten Strom profitieren.